Seit 1863 gibt es einen historischen Hintergrund dafür, dass die Ingenbohler-Schwestern von Mutter Maria Theresia nach Sigmaringen geschickt wurden, wo sie neben Pater Thomas Geiselhart eine bedeutende Rolle bei der Gründung des Hauses Nazareth spielten. Sie kümmerten sich schon vor dem Weltkrieg und dem Kulturkampf um einsame und verwaiste Kinder. Während des Kulturkampfes mussten die Schwestern die Gegend verlassen und nach Ingenbohl heimkehren, um dann wieder zurückzukommen, als es die Situation zuließ. Diese Arbeit wird seit der Gründung der Provinz Baden-Württemberg von den Schwestern fortgesetzt. In den letzten 162 Jahren haben sich etwa 30 Schwestern fast Tag und Nacht der humanitären Hilfe für schutzbedürftige Kinder, Jugendliche, junge Mütter und andere Menschen am Rande der Gesellschaft gewidmet, die in der schützenden Umgebung des Hauses Nazareth und seiner Räumlichkeiten aufgenommen wurden. Sie werden vom Jugendamt in Zusammenarbeit mit dem Schulamt und dem Sozialamt in Sigmaringen vermittelt.
Derzeit sind drei Schwestern hier aktiv tätig. Zwei von ihnen sind seit 40 bzw. 45 Jahren im Dienst und leisten nun ehrenamtliche Arbeit. Die dritte Schwester arbeitet hauptberuflich für die ambulante Behandlung und verbringt etwa 50 Stunden pro Woche mit 70 Teammitgliedern, um diejenigen auszumachen, die besondere Betreuung, Begleitung und Schulung benötigen. Darüber hinaus ist sie eine der Teamleiterinnen von 25 ausgebildeten Freiwilligen, die bereit sind, bei Notfällen in der Nacht und am Wochenende, wie Unfällen, Bränden, Überschwemmungen oder anderen Katastrophen, psychologische Hilfe zu leisten. Sie verfügt über fachliche Kompetenz, Erfahrung, emotionale Stabilität und ist in der Lage, schnell zu handeln.
Als Teil dieses komplexen Projekts verwirklichen unsere drei Schwestern die Vision und das Charisma unserer Kongregation.





