Tivim und Ambaulim in Goa

Unterwegs in Goa
In Goa befinden sich zwei Gemeinschaften. Sie liegen im Landesinnern. Die Menschen dort sind sehr arm. Sie profitieren nicht vom Tourismus, für den Goa in Europa berühmt ist. Viele gehen ins Ausland, um ihren Lebensunterhalt zu verdienen. z.B. in Kuwait als Taxichauffeur oder Hausangestellte, oder auch in England und anderswo.

Tivim
Zur Gemeinschaft in Tivim gehören sechs Schwestern, die in zwei verschiedenen Häusern leben.
Zwei Schwestern bieten HIV/AIDS-Kindern im Haus ASRO ein Zuhause an. Die meisten haben keine Eltern oder Verwandten. In der Gesellschaft sind sie an den Rand gedrängt. Auch in der Schule werden sie schlecht akzeptiert.
Vor zwei Jahren wurde das Haus Asha Bhavan, übersetzt Haus der Hoffnung, eingeweiht. In diesem Haus finden pflegebedürftige betagte Menschen sowie Frauen in Not Unterkunft, Zuwendung und Unterstützung. Vier Schwestern bilden mit ihnen zusammen eine grosse Familie.
Zwischen beiden Häusern gibt es gute Kontakte. Es ist berührend zu sehen, wie die Kinder den Betagten liebevoll begegnen und wie die Betagten die Kinder mit leuchtenden Augen segnen, gemäss ihrem Brauch.
Ambaulim
Die Schwestern kamen 2001 in dieses Dorf, um mit soziopastoraler Arbeit, Glaubensvermittlung und einer Schule für Kinder aus niederen Kasten den Bedürfnissen der Bevölkerung zu begegnen. Die Eltern der Kinder sind oft Analphabeten. Viele Familien leben in schwierigen Situationen.
Zurzeit gehören drei Schwestern zur Gemeinschaft. Schule und Gemeinschaft sind mitten unter den Menschen. Die Schwestern sind so in nahem Kontakt mit den Menschen. Sie unterrichten Kinder bis zur vierten Klasse und haben ein besonderes Augenmerk für die schwächeren. Neben der Schultätigkeit ist der Besuch von Familien ein wichtiges Apostolat. Die Familien finden in ihnen wichtige Ansprech- und Austauschpartnerinnen. Auch engagieren sich die Schwestern in der Pfarrei.